Der Vorstand : ...ein verlässliches Team
Heinz Rode Vorsitzender
Jürgen Kern Stellvertreter
Der Beirat :
Anke Schubert Ulrike Schmierer Jochen Flessenkemper 
Unser Gruppenflyer 2012 
Wir sind ein engagiertes Team
und jeder von uns ist auf unterschiedlichem Weg zur absoluten Alkoholabstinenz gelangt.
Wir haben in unserer Selbsthilfegruppe enorm viel Übungs- und Lernöglichkeiten,
um angstfrei und selbstbewusst unser Leben mit allen Widrigkeiten,
Schwierigkeiten und Konflikten ohne Alkohol zu gestalten !
Mein Weg in die Abstinenz :
Ich war 27 Jahre alt und am Ende, ständig Angstgefühle, Stress, mutlos, hilflos, machtlos, arbeitslos, lieblos,orientierungslos, gefühllos, voller Sorgen um meine Zukunft, Gesundheit und die Zukunft meiner Familie.
Ich habe mich auf den Weg in die Selbsthilfegruppe gemacht ( mit sanftem und energischem Druck, mit Drohungen und wohlwollenden Absichten von Personen aus meinem unmittelbaren Umfeld ). Anfänglich ängstlich, unsicher und voller Zweifel, mit Hoffen und Bangen. In kleinen Schritten, mit Unterstützung der erfahrenen Gruppenmitglieder bin ich mit den konstruktiven und kontroversen Auseinandersetzungen,
Erklärungen, Impulsen, und Anregungen der Gruppe gewachsen.
Natürlich waren diese Gespräche und Aktionen für mich nicht immer angenehm, oft habe ich geschluckt und war über mein Verhalten geschockt, enttäuscht und einige Rückmeldungen haben mir auch Angst gemacht - immer war ich mir aber der Unterstützung der Verantwortlichen der Gruppe sicher und ich fühlte mich nie allein. Diese unausgesprochene und vertrauliche Situation hat mir Mut gemacht: Ich wollte ein anderes Bild von mir, ich wollte mich nicht mehr getrieben fühlen, keine Angst mehr haben, mir in allen Belangen sicherer sein, ich wollte mehr vertrauen können, die ständigen Gedanken an den Alkoholvorrat loswerden, gelassener und zuversichtlicher werden -
ach, da gab es wahnsinnig viel, was ich ändern wollte ! Also bin ich auf diesem Weg mit einem klarem Ziel weiter gegangen.
Langsam und merklich stellten sich positive Ereignisse ein. Ich hatte plötzlich den Eindruck, wieder akzeptiert und anerkannt zu werden. Dieses Gefühl hat in mir Motivation und Ansporn ausgelöst,
meinen Zustand zu akzeptieren, mich offen und ehrlich mit meinem krankhaften Verhalten
auseinander zu setzen. Dieses eigene Wollen, die Krankheitseinsicht, meine Mitwirkungspflicht,
die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den
Gruppenmitgliedern, waren Voraussetzung für Veränderungen.
Oft habe ich aus Ungeduld mehrere Schritte
gleichzeitig gemacht - musste aber meinen Ehrgeiz ganz schnell bremsen
und bin gebremst worden.
...manchmal habe ich auf auf den Wolken geschwebt, dann die kleineren
Erfolgserlebnisse,
immer mit etwas mehr Mut, und ganz viel anderen Aspekten haben dazu
beigetragen, dass ich lernen konnte,
mit dem Alkohol zu leben, ohne ihn zu gebrauchen und das Leben ohne Alkohol nicht als Verzicht anzusehen,
sondern als Gewinn.
Die Mitglieder und insbesondere mein Gruppenleiter
haben mich oft auf den Boden der Realität holen und korrigierend eingreifen
müssen und es gab natürlich weitere Hürden und Klippen,
Steine und Geröll aus dem Weg zu räumen, tausend kleine und größere
Ziele waren zu erreichen und zu überwinden, um letztlich zum Hauptziel
zu gelangen. Zeitweise wollte ich in meiner Euphorie alles sofort,
alles Verlorengegangene nachholen, alle Trauer und unangenehmen Erinnerungen
vergessen oder ungeschehen machen, alles wieder gut machen, mich beweisen,
unzählige Ideen und Vorhaben schwirrten in meinem Kopf.
Heute bin ich mir meiner damaligen irrealen Pläne bewusst und wie gut und ernüchternd
war es für mich in der Zeit, die mahnenden Worte und Blicke der Gruppenmitglieder
nicht übersehen und akzeptiert zu haben.
Immer wieder bin ich in meiner Selbstwirksamkeitserwartung
mit Beharrlichkeit und Einfühlungsvermögen
in kleinen Schritten realistisch beinflusst worden.
Ohne diese erfahrenen Mitglieder als Mahner und Impulsgeber,
als Fundament und Stütze, als Bremse und Gaspedal,
als Anker und Motor, als Vorbild und Orientierung,
als Freunde in Krisensituationen und immer wieder
als vertrauliche und verlässliche Begleiter um mich herum,
könnte ich heute wohl kaum sagen :
Seit 1975 lebe ich alkoholabstinent, immer am 13. März ein Jahr länger. Ich bin dankbar und froh, dass ich über 35 Jahre mit all den vielen Menschen um mich herum mein Leben ohne Suchtmittel bewusst leben und erleben kann. Heinz Rode Januar 2012
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